Montag, 6. Oktober 2014

Schokorestekuchen ohne Schokoreste

Jede Familie hat so ihre Standartrezepte. Die weltbesten Pfannkuchen, wie Mutti sie immer gemacht hat, habe ich hier schon verbloggt und wenn ich so darüber nachdenke, dann gehören auch die Sommernudeln zu unserem Standartrepertoire... und die Cookies. Und ich bin sicher, dass noch viele Weitere folgen werden!
Man könnte also meinen, ich probiere nichts Neues aus. Das stimmt nicht so ganz. Man könnte sagen, ich nehme mir oft vor Neues auszuprobieren. Kochzeitschriften und Kochbücher sind ein Sammelsurium an Lesezeichen, meine Bookmarks kann ich auch schon nicht mehr zählen und ich habe auch noch einen Ordner in dem alle Screenshots von ausprobier-würdigen Rezepten landen.

Aber da ich ja bekannterweise zu den absoluten Entscheidungsphobikern gehöre - das Wort gibts übrigens wirklich! laut google eine Volkskrankheit, also gar nicht mal so schlimm ;) - bleibe ich dann meistens doch bei Altbekanntem, denn dann weiß ich wenigstens, dass es gut wird werden sollte.

Der Schokorestekuchen gehört definitiv zu den Top 5 Backwerken. Der Name lässt zwar darauf schließen, dass er der Schokoresteverwertung gilt... aber abgesehen davon, dass es in meinem Haushalt keine Schokoreste geben könnte (hier habe ich ja schon erzählt, warum), ist er so lecker, dass man ruhig mal extra Schokolade für ihn kaufen sollte.
Vermutlich haben alle meine Freunde, die jemals einen Geburtstagskuchen von mir bekommen haben, schonmal einen Schokorestekuchen bekommen. Sei es in Herzform, als Gugl, in Gestalt von Muffins oder oder oder... Hauptsache es war schön viel Schoko drin und drauf. Früher habe ich den Kuchen auch nur gebacken, weil er so toll verziert werden konnte. Zweifarbige Schokoglasur, bunte Streusel, Raspelschokolade, Krokant und am Besten alles zusammen - muss ja schließlich nach was aussehen ;)

Das tolle am Schokorestekuchen ist aber, dass er nicht nur sehr gut verzierbar sondern auch super einfach und ziemlich lecker ist! Und deswegen habe ich ihn gestern dann mal wieder gebacken: diesmal in Form von Mini-Muffins (ich habe das Rezept geviertelt).



Für einen Gugl müsst ihr 250g Butter mit 250g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker schaumig rühren. Das ist bei Rührkuchen sehr sehr wichtig (danke Mama ;)). Danach rührt ihr 4 ganze Eier und einen guten Schuss Rum (das Rezept sagt 3 EL) unter. Wenn alles ordentlich vermischt ist, müssen die trockenen Zutaten mit einem Löffel untergehoben werden: 300g Mehl, 2 TL Backpulver und 150g gemahlene Haselnüsse (wer die nicht zur Hand hat, kann auch gemahlene Mandeln oder Walnüsse nehmen oder einfach mehr Mehl). Wenn die trockenen und feuchten Zutaten alle grade vermischt sind, kommen 200g Schokoreste dazu. Das Tolle daran ist, dass ihr wirklich alles an Schokolade reintun könnt. Übriggeblieben Schoko-Osterhäschcn oder Adventskalender-Überbleibsel, Schokoriegel oder Pralinen. Wichtig ist nur, dass mind. 50g davon Zartbitter-Schokolade sind, sonst wird's schnell zu süß.
Das Ganze kommt jetzt bei 180° Umluft für ca 1 Stunde in den Ofen. Wenn der Kuchen die Stäbchenprobe besteht, darf er raus. Erst nach dem Abkühlen aus der Form hohlen und verzieren.

Meine Mini-Muffins habe ich ausnahmsweise mal ohne Schokoreste gebacken, dafür mit Erdnussbutter-Kern und sparsamer Verzierung (man ist ja jetzt erwachsen...).
Der Erdnussbutterkern ist super, allerdings müssten Süßschnäbel dann etwas mehr Zucker zum Teig geben.

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